GRÜNE wollen Klimaneutralität bei allen neuen Baugebieten/“Wir brauchen mehr Schwung zum Erreichen unserer städtischen Klimaziele“

 

Stadt Herford. Zur weiteren Gestaltung der Herforder Bau- und Siedlungspolitik erklären die bündnisgrünen Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses, Claudia Schumacher und Herbert Even,  im Namen des Ratsfraktion von Bündnis90/DIE GRÜNEN:

In der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses Ende April werden wir anregen, das Leitziel der Klimaneutralität grundsätzlich in der Bau- und Siedlungspolitik der Stadt Herford zu verankern.

Künftig sollen bei der Erarbeitung von Bauleitplänen und städtebaulichen Verträgen für neue oder geänderte Baugebiete die bau- bzw. privatrechtlichen Festsetzungen durch die Bauverwaltung generell so gestaltet werden, dass das Ziel der Klimaneutralität möglichst erreicht oder evtl. sogar übertroffen (Klimaplus-Siedlung) werden kann.

Dabei denken wir insbesondere an die Nutzung der Solarenergie zur Strom- und/oder Wärmeerzeu­gung oder die Realisierung fortschrittlicher Nahwärmekonzepte auf Basis regenerativer Energien, von Wärmepumpen oder der Kraft-Wärme-Kopplung. Darüber hinaus sind auch eine sparsame Energie­verwendung durch entsprechenden Wärmeschutz, regenerative Baumaterialien oder intelligente Speicherkonzepte zu betrachten.

Das Landesprogramm 100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Landes-Förderprogramms progres.nrw bietet hier interessante Ansatzpunkte; deshalb sollte die Stadt nach Möglichkeiten einer Beteiligung bzw. einer Einwerbung von Fördermitteln prüfen.

Mit derartigen Schritten kann die Stadt einen weiteren substanziellen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele der Stadt Herford erreichen. Wir brauchen mehr Schwung bei unseren klimapolitischen Maßnahmen – denn sonst droht die Stadt Herford ihr selbst erklärtes Klimaziel für 2025 deutlich zu verfehlen.