GRÜNE kritisieren Rüstungs- und Kohleinvestments der Deka Investment, der Fondsgesellschaft der Sparkassen-Gruppe/Schreiben an Sparkassen-Vorstand

Stadt Herford. Investiert die Deka-Investment GmbH – eine Fondsgesellschaft der Sparkassen-Gruppe – in Unternehmen der Rüstungsindustrie und der Kohlewirtschaft? Diese Frage hat der Stadtverband von Bündnis90/Die Grünen in einem Schreiben an den Vorstandssprecher der Sparkasse Herford, Peter Becker, aufgeworfen.

Die beiden grünen Stadtverbands-Sprecher*innen, Irene Broßeit und Johannes Ridderbusch, beziehen sich dabei auf entsprechende Informationen der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald.

Danach hat die Deka Investment GmbH insbesondere in Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall, ThyssenKrupp, Airbus, BAE Systems, MTU Aero Engines und Northrop Grumman investiert. Darüber hinaus ist auch Kapital in die Unternehmen RWE, Glencore, Rio Tinto, NTPC, BHP Billiton und Marubeni geflossen, die in der Gewinnung und Nutzung von Kohle tätig sind.

„Kapitalanlagen in Rüstungs- und Kohleunternehmen sehen wir grundsätzlich äußerst kritisch“, betonen Broßeit und Ridderbusch. „Rüstungslieferungen verschärfen internationale Krisen, während Kohlenutzung Gift für das Weltklima ist.“

Deshalb stehe auch die Sparkasse Herford, die über den Sparkassenverband Westfalen-Lippe bzw. die Deka Bank mittelbar an der Deka Investment beteiligt ist, in der Kritik. Vor diesem Hintergrund hat der Stadtverband von Bündnis90/Die Grünen den Sparkassen-Vorstand um eine Stellungnahme gebeten.

Dabei geht es den Grünen insbesondere um Auskunft zur Kapitalanlagepolitik der Deka Investment sowie zu den Möglichkeiten der Einflussnahme über grundlegend geänderte Anlagerichtlinien, so dass Investments im Rüstungs- und im Kohlesektor generell nicht mehr vorgenommen werden.

Anlage: Informationsblatt

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