GRÜNE erwarten baldige Verabschiedung des ÖPNV-Konzeptes/“Nur ein Qualitätssprung motiviert zu einem Umstieg vom Auto in den Bus“

Stadt Herford. Eine baldige Verabschiedung des Konzepts zur Neugestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der Stadt Herford befürwortet die Ratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen: „Es ist ein deutlicher Qualitätssprung erforderlich, um Menschen zum Umstieg von eigenen Auto auf den weniger umweltbelastenden öffentlichen Verkehr zu motivieren.“ 

Im Zentrum des neuen ÖPNV-Konzeptes steht im „Planfall 3b“ die Verdoppelung des Bedienungstaktes auf fast allen Linien, die Überarbeitung des Liniennetzes, die Verlagerung des Hauptverknüpfungspunktes an den Bahnhof bei Entlastung des Alten Marktes, ein verbesserter Anschluss an den Schienenverkehr sowie die Einführung umweltfreundlicher Bus-Antriebssysteme.

„Dieses Konzept ist grundsätzlich geeignet, eine Verlagerung von Verkehrsanteilen auf umweltschonendere Verkehrsmittel zu ermöglichen und damit auch einen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz und zur Entlastung Herford vom motorisierten Individualverkehr zu leisten“, so die grüne Ratsfraktion.

Bei der weiteren Detailplanung sei ein möglichst umstiegsfreies Erreichen der Innenstadt, eine effiziente Verknüpfung von Stadt- und Regionallinien sowie nicht zuletzt eine angemessene Bedienung zu Abend- und Wochenendzeiten anzustreben. „Die geplanten Umbaumaßnahmen am Bahnhof und am Innenstadtring müssen zudem bedarfsgerecht dimensioniert und unter Berücksichtigung einer fahrradfreundlichen Straßenraumgestaltung vorgenommen werden.“

Die Grünen erinnerten daran, dass die Umgestaltung des öffentlichen Verkehrs in Herford im Rahmen eines gesamtstädtischen Mobilitätskonzeptes erfolgen müsse: „Es bedarf einer Abstimmung zwischen den teils bereits vorliegenden verkehrsmittelbezogenen Einzelplanungen zur Stärkung der  umweltschonenden Verkehrsmittel Bus/Bahn, Rad und Fuss.“

In den weiteren Planungs- und Umgestaltungsprozess seien im Übrigen die regionale Regiegesellschaft MHV, die Verkehrsunternehmen und auch der örtliche Verkehrsclub Deutschland (VCD) einzubeziehen. Der VCD hatte vor Jahren mit einem Kurzgutachten eine Diskussion um die Qualität des öffentlichen Verkehr in Herford angestoßen.

 

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