GRÜNE von links: Ingeborg Balz (Fraktionvorsitzende Kreistag), Christian Kowalewski (Ratsmitglied Bünde), Herbert Even (Ratsmitglied Herford), Stefanie Janßen-Rickmann (Fraktionsvorsitzende Bünde), Bernhard Weil (Fraktionsvorsitzender Hiddenhausen)

Grüne stellen Antrag im Kreistag zum interkommunalen Radweg Bünde-Hiddenhausen-Herford

Die grüne Kreistagsfraktion beantragt im Bau- und Ordnungsausschuss am 17.03.2020, im Umwelt-, Gesundheits- und Planungsausschuss am 19.03.2020 und im  Kreissausschuss am 25.03.2020 folgenden Beschluss: Der Kreis Herford unterstützt die Kommunen Bünde, Hiddenhausen und Herford bei der Realisierung einer durchgehenden interkommunalen Radwegeverbindung Bünde-Hiddenhausen-
Herford personell und finanziell.
Begründung:
In der Erklärung zur klimagerechten Kreisentwicklung ist festgehalten, dass der emissionsfreien Mobilität ein größerer Raum gegeben werden muss. Ziel ist eine Attraktivitätssteigerung des ÖPNV und des Radverkehrs, sodass die Nutzerinnen und Nutzer ein als gleichwertig
empfundenes Angebot bis 2030 gegenüber dem Individualverkehr vorfinden.
Daher wurde am 13.12.2019 beschlossen, dass die Kreisverwaltung den Ausbau des Alltagsradwegenetzes innerhalb des Kreisgebietes vorantreiben und unterstützen soll. Der Kreis unterstützt auch die Kommunen beim Ausbau des Radverkehrs. Ein Fokus soll hierbei auf dem
Lückenschluss des bestehenden Radwegenetzes liegen.
Hierzu stehen im Doppelhaushalt 2019/2020 jährlich 300.000 EUR bereit, die Mittel sind im Bedarfsfall aufzustocken. Der Kreis prüft, welche Fördermöglichkeiten durch das Land oder den Bund gegeben sind.
Weitere Begründungen erfolgen mündlich in den jeweiligen Sitzungen.

Pressemitteilung  vom 25.02.2020

Gemeinde Hiddenhausen/Stadt Bünde/Stadt Herford. Für die Errichtung einer durch­gehenden interkommunalen Radverkehrsverbindung von Herford über Hiddenhausen nach Bünde sprechen sich die Ratsfraktionen von Bündnis90/Die Grünen der Städte Bünde und Herford und der Gemeinde Hiddenhausen sowie die bündnisgrüne Kreistagsfraktion aus.

Die Verwaltungen dieser Kommunen sollen nach Auffassung der Grünen in Gespräche über eine Realisierung eines solchen Projektes eintreten und ggf. erste Planungsschritte, insbesondere die Bestimmung einer geeigneten Linienführung vorbereiten. Dabei sollen zugleich auch Fördermöglichkeiten über Bundes- oder Landesmittel geprüft werden.

In ihrer Begründung weisen die vier grünen Fraktionsvertreter*innen u.a. auf die Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung des Mobilitätsverhaltens in Zusammenhang mit dem Klimaschutz hin. Eine Verkehrswende sei nur mit einer schrittweisen Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs hin zu den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad, Fuss) denkbar.

Wesentliche Bedingung dafür sei – neben dem Ausbau des öffentlichen Bus- und Bahnverkehrs – ein gut ausgebautes, sicheres Verkehrsnetz für Fahrräder und e-Bikes, wie Erfahrungen insbesondere aus den Niederlanden zeigten. Auch das Land NRW habe die Notwendigkeit interkommunaler Radverkehrsverbindungen mittlerweile anerkannt.

Wichtige Zielgruppe für derartige interkommunale Radverkehrsverbindungen seien Pendler*innen, deren Wege die jeweiligen kommunalen Grenzen überschreiten. Der bestehende Radweg entlang der L 545 – Bünder Straße sei allerdings auch wegen des mehrfachen Wechsels der Fahrbahnseiten unattraktiv und gefährlich.

Ideal sei eine kreuzungsfreie oder -bevorrechtigte Linienführung abseits der Hauptstraßen, zugleich aber in akzeptabler Nähe der angestrebten Verkehrsziele. Einen ersten Vorschlag für eine mögliche Linienführung westlich der L 545 stellen die Grünen mit ihrem Vorstoß zur Diskussion.

Nur ein qualitativ hochwertiges Angebot wird Autofahrer auf das Fahrrad locken.

Für weitere Informationen z.B. zur Linienführung erkundigt Euch bei den GRÜNEN vor Ort oder in der Kreistagsfraktion.

 

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