Wertstofftonne

Wertstofftonne

Viele Städte und Kreise haben sie bereits eingeführt oder sind dabei – die Wertstofftonne: so die kreisfreien Städte Bielefeld und Hamm oder die Kreise Paderborn und Höxter. Auch das Umweltbundesamt oder der Naturschutzbund Deutschland NABU halten es für wünschenswert, wenn die Wertstofftonne in weiteren Kommunen käme. Im Kreis Herford ist bislang davon kaum die Rede. Dies will der Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen ändern.

Anika Hüting

Anika Hüting

„Wir halten die Einführung der Wertstofftonne in unserem Kreis längst für überfällig“, betont die Sprecherin des grünen Kreisverbandes, Anika Hüting (s. Foto). Die Vlothoer Kommunalpolitikerin weiß warum: „Mit dieser Tonne werden jegliche Kunststoff-, Metall- und Verbundstoffabfälle getrennt gesammelt – und damit wird die Verwertung der Abfälle erleichtert.“

Eine stärkere Verwertung aller Abfälle sei umweltpolitisch wünschenswert und werde auch durch das seit Jahresanfang geltende Verpackungsgesetz mit seinen erhöhten Verwertungsquoten für Kunststoff und metallhaltige Abfälle verpflichtend gefordert. Hingegen erlaubten die bislang im Kreis Herford eingesetzten „gelben Säcke“ oder entsprechende Tonnen nur die getrennte Sammlung von Verpackungsmaterialien aus Kunststoffen, Metallen oder Verbundstoffen mit dem „Grünen Punkt“.

Zudem hätten die – in fünf der neun Kommunen des Kreises eingesetzten – gelben Säcke weitere Nachteile – sie würden leicht beschädigt mit der Folge, dass sich der Abfall auf der Straße verteile. Und bei starkem Wind bestehe die Gefahr, dass die Säcke durch die Straßen geweht würden. Des weiteren seien alle Einwohner*innen verpflichtet, sich die Säcke umständlich zu beschaffen – in Herford z.B. im Rathaus.

Vor diesem Hintergrund sehen die Grünen die Wertstofftonne als „bessere Alternative“ – sowohl aus umweltpolitischer Sicht als auch – gegenüber gelben Säcken – wegen ihrer Vorteile in der praktischen Handhabung. „Deshalb haben wir an unsere Kommunalfraktionen im Kreistag und in den Städten und Gemeinden die Empfehlung ausgesprochen, auf eine baldmögliche Einführung der Wertstofftonne zu drängen“, so Hüting.

Entsprechende Schritte zur Realisierung bedürften dabei einer engen Abstimmung zwischen dem Kreis Herford und den Städten und Gemeinden des Kreises – sowie entsprechender Vereinbarungen mit den für die Verpackungen zuständigen Entsorgungsdienstleistern. Die Kosten für die Einsammlung über die Wertstofftonne seien im übrigen von den Herstellern, die die Verpackungsmaterialien in Verkehr gebracht haben, anteilig zu tragen.

Zugleich wiesen die Grünen darauf hin, dass auch die Anstrengungen der Kommunen zur Abfallvermeidung erweitert werden sollten: „Abfälle gar nicht erst entstehen zu lassen, ist allemal die bessere Alternative – auch gegenüber jeder getrennten Abfallsammlung.“

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