GRÜNE befragten Herforder*innen zum Thema „Umweltschonende Mobilität in Herford“ – hier die Ergebnisse:

 

Befragung „Mobil in Herford“

Am Samstag, 12.10.2019 befragten Mitglieder des Herforder Stadtverbandes von Bündnis 90/Die Grünen vormittags in der Fußgängerzone Passant*innen nach ihrer Einschätzung und ihren Erfahrungen zum Thema „umweltfreundlich in Herford mobil sein“.

Die Grünen interessierten sich sowohl für die positiven Erfahrungen als auch für Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge, die den Bürger*innen bei dieser aktuellen Thematik am Herzen liegen. Insgesamt konnten 64 Fragebögen ausgewertet werden, davon knapp 90% von Herforder*innen.

Die meisten Nennungen bei den positiven Aspekten erhielt die gute Fußläufigkeit im Innenstadtbereich (insbesondere der Wall) – dies betonten gut 12% der Befragten.

Um wesentlich umweltfreundlicher unterwegs sein zu können, wurden eine Reihe kritischer Punkte im Bereich des Radverkehrs bzw. des ÖPNV angesprochen:

Radverkehr

•   Knapp die Hälfte der Befragten bemängelten fehlende Radverbindungen, den zu schlechten Zustand der Radwege sowie die Gefährlichkeit des Radfahrens in Herford (insbesondere an Hauptverkehrsstraßen).

•  Weitere kritische Punkte beziehen sich auf Ampelschaltungen und den Wunsch nach Lade-Stationen für E-Bikes.

•  Wünsche nach mehr autofreien Zonen, eine autofreie Innenstadt oder Aktionen wie autofreie Sonntage wurden ebenfalls geäußert.

Öffentlicher Personennahverkehr

•  Hier  kritisierten 40% den schlechten Takt, besonders auch an den Wochenenden und in den Abendstunden. Viele Befragte wünschten sich auch bessere Verbindungen in die Außenbezirke und zu den angrenzenden Kommunen. Einige Pendler bzw. Schichtdienstbeschäftigte gaben an, dass sie gezwungenerweise mit dem Auto fahren müssten, da es keine passenden ÖPNV-Verbindungen für sie gibt.

•  Es gab auch Rückmeldungen über die Unverständlichkeit des Bus-Systems und fehlende Information bzw. Werbung.

•  Die ÖPNV-Preise nannten explizit 14% zu hoch; Vorschläge der Befragten waren eine günstige „Flatrate“ (für alle Haushalte, ähnlich GEZ-Gebühren) und Schüler-Tickets.

•  Als Wunsch wurden mehr Taxibusse, AST, Hybrid-/E-Busse bzw. kleinere Busse genannt.

•  Ein kleiner Teil der Befragten (11%) wiederum bezeichnete das momentane System als ausreichend.

Die Ergebnisse der Befragung stellen ein Meinungsbild da und zeigen, dass Herforderinnen und Herforder eine Reihe von Ideen und Verbesserungsvorschlägen für eine zukunftsfähige und ökologische Mobilität in ihrer Stadt haben.

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