GRÜNE für gestaffelte Schulanfangszeiten und angepassten Schulbusverkehr/“Hohe Infektionszahlen erfordern weitergehende Maßnahmen“

 

Stadt Herford. Zur aktuellen Diskussion um die Möglichkeiten gestaffelter Schulanfangszeiten und einer Entzerrung des Schulbusverkehrs während der CORONA-Krise nehmen die grünen Schulausschussmitglieder Annegret Deimel und Christoph Zabe-Brechtel wie folgt Stellung:

Die Infektionszahlen in Herford sind weiterhin beunruhigend hoch. Während bundesweit weitere Maßnahmen zur Eindämmung der CORONA-Pandemie diskutiert und beschlossen werden, werden in der Stadt Herford die Möglichkeiten zur Eindämmung der Infektionen für und durch Kinder und Jugendliche nur unzureichend genutzt. Beobachtungen und eigene Erfahrungen zeigen, dass trotz zusätzlich eingesetzter Fahrzeuge Schulbusse auf bestimmten Strecken weiterhin überfüllt sind.

Die Stadtverwaltung hat weitere Maßnahmen zur Entzerrung des Schulbusverkehrs mit dem Hinweis auf formale und organisatorische Probleme abgelehnt. Kindern und Jugendlichen wird es aber schwer fallen, die Notwendigkeit einzusehen, sich und andere durch „Abstandhalten“ vor Infektionen zu schützen, wenn sie auf dem Schulweg gezwungen sind, dicht an dicht zu sitzen oder zu stehen. Eindeutig besser haben es Schüler*innen, die mit dem Auto gebracht werden; viele Familien haben diese Möglichkeit jedoch nicht.

Heute ist festzustellen, dass anderswo erheblich größere Anstrengungen zur Eindämmung der Pandemie unternommen werden. Deshalb setzen wir uns weiterhin für gestaffelte Schulanfangs­zeiten und einen angepassten Schulbusverkehr oder ggf. für Wechselunterricht ein, um eine wirksame Reduzierung der Infektions­gefahren zu erreichen. Eine gemeinsame Anstrengung von Schulverwaltung, Schulen, Nahverkehrsanbietern sowie Eltern- und Schülervertreter*innen ist somit dringend erforderlich.

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