GRÜNE erwarten Neuausrichtung der Unterkünfte für Wohnungslose/“Diakoniestiftung und Stadt sind gefordert“

 

Stadt Herford. Zu den aktuellen Problemen bei der Wohnungsversorgung für Menschen mit besonderen Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt in der Stadt Herford erklärt der Stadtverband von Bündnis90/DIE GRÜNEN:

  1. In Anbetracht der schwierigen Wohnungsmarktsituation für Menschen mit geringem Einkommen ist es dringend erforderlich, geeigneten Wohnraum für von Wohnungslosigkeit bedrohte oder betroffene Personen, insbesondere auch kleine Wohnungen (1-2-Personen-Haushalte), bereitzustellen. Dies sollte in Kooperation mit Wohnungsbaugesellschaften, insbesondere der städtischen WWS erfolgen.
  2. Im Rahmen des mit Landesmitteln geförderten und mit der Diakoniestiftung als Kooperations­partner durchgeführten Projektes zum Aufbau einer kreisweiten Wohnungsnotfallhilfe erwarten wir konkrete Handlungsvorschläge, um zeitnah wirksame Verbesserungen in den Handlungsfeldern Prävention, Unterbringung, Vermittlung und Sicherung zu erreichen. Von großer Bedeutung ist dabei auch der Ausbau des Hilfsangebots für Menschen mit multiplem Unterstützungsbedarf, insbesondere auch im Bereich der psychiatrischen Hilfen.
  3. In diesem Zusammenhang ist erneut auf die mangelhafte bauliche, Umfeld- und soziale Situation in der Liegenschaft Werrestraße hinzuweisen, die mehrfach Gegenstand der Beratungen im Sozialauschuss gewesen ist. Die Diakoniestiftung als Eigentümerin und Vermieterin ist gefordert, das Gebäude und sein unmittelbares Umfeld in einen Zustand zu bringen, wie er bei anderen entsprechenden Liegenschaften im Stadtgebiet bereits seit Jahren erreicht worden ist.
  4. Angesichts der angespannten Situation in der Notunterkunft erwarten wir von der Stadt Herford, die bereits ins Auge gefasste Neuausrichtung der Notunterkünfte für Wohnungslose konsequent in Angriff zu nehmen. Hierbei befürworten wir eine Lösung außerhalb der bisherigen Einrichtung an der Werrestraße; dabei sollte eine allzu starke Konzentration an einem Wohnstandort aus sozialen und Stigmatisierungs-Gründen vermieden werden. Sofern Mietlösungen nicht realisierbar sein sollten, muss in diesem Zusammenhang auch über einen Ankauf einzelner Gebäude nachgedacht werden.
  5. Wir erwarten, dass in der nächsten Sitzung des Sozialausschusses am 07. Dezember über die erreichten Fortschritte sowie über interkommunale Kooperations­möglichkeiten im Kreis Herford berichtet wird. Die beschlossene aktivere Rolle der Stadt in der Wohnungspolitik muss auch im Handlungsfeld der akut von Wohnungslosigkeit bedrohten Personengruppen praktische Konsequenzen haben.

 

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