Antwort auf den Offener Brief zur Situation des Stadttheaters vom 04.09.20

Der Förderverein des Stadttheaters ist besorgt über die  aktuelle Situation rund um den Theaterbetrieb und äußert sich dazu in einem offenen Brief.

Hierzu die Antwort von Herbert Even:

offener Brief

Ihr Offener Brief zur Situation des Stadttheaters vom 04.09.20

Sehr geehrte Frau Münter,

für Ihre Sorge um die Zukunft unseres Theaters, die Sie in Ihrem Schreiben zum Ausdruck bringen, haben wir volles Verständnis. Die gegenwärtige Situation erheblicher baulicher und technischer Instandhaltungsrückstände und CORONA-bedingter betrieblicher Einschränkungen ist auch aus unserer Sicht völlig unbefriedigend.

Vor diesem Hintergrund sprechen wir uns nachdrücklich dafür aus, den Theaterbetrieb wieder auf das bisherige Niveau vor der CORONA-Pandemie hochzufahren – sobald dies unter Berücksichtigung der behördlichen Kontaktbeschränkungen möglich ist. Vor diesem Hintergrund haben wir kürzlich auch den erforderlichen Brandschutzmaßnahmen zugestimmt – und werden dies auch bei weiteren technischen und baulichen Maßnahmen tun, sofern sie für den Weiterbetrieb des Theaters kurzfristig erforderlich sind.

In Hinblick auf die mittel- bis langfristige Zukunft des Theaters plädieren wir dafür, die Machbarkeit einer kombinierten Theater-/Stadthallenlösung („OWL-Forum“) unter kulturpolitischen, Stadtentwick­lungs­- und finanziellen Aspekten zügig zu prüfen und zu entscheiden. Sollte diese Prüfung ein positives Ergebnis zeigen, ist ein adäquater Weiterbetrieb des Theaters ohne Unterbrechung bis zu einer etwaigen Eröffnung der neuen Spielstätte sicherzustellen. Bei einer negativen Entscheidung ist zeitnah eine Planung und Umsetzung der Theatererneuerung am bestehenden Standort zu verfolgen.

Rat und Verwaltung hatten und haben die Zukunft unseres Theaters in den letzten Jahren im Auge gehabt – nicht zuletzt durch den Auftrag des Rates aus dem Jahre 2015 zur Planung einer Generalsanierung des Theaters unter Berücksichtigung der Bedarfe der Nordwestdeutschen Philharmonie.

Zugleich bitten wir Sie um Verständnis, dass Projekte dieser Größenordnung einer soliden Planung und Vorbereitung bedürfen und zudem mögliche Alternativen erwogen werden müssen. Dies erfordert ausreichend Zeit, um dann zu einer inhaltlich begründeten und zugleich in der Öffentlichkeit breit getragenen Entscheidung zu gelangen.

Das Herforder Stadttheater wird eine Zukunft haben – dessen sind wir uns sicher. Und wir werden das Mögliche tun, um dessen Weiterbetrieb und bauliche-technische Erneuerung – in welcher Form auch immer – möglichst zeitnah sicherzustellen.

Wir erlauben uns, dieses Schreiben gleichfalls den örtlichen Medien zur Kenntnis zu geben.

 

Mit freundlichem Gruß

Herbert Even

Bürgermeisterkandidat Stadt Herford

 

(Foto Theater: Simon Roll)

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