Neue Gewerbebauten sollen künftig nur noch mit Dachbegrünung und/oder Anlagen zur Nutzung der Solarenergie zugelassen werden.

Stadt Herford. Die Ratsfraktion von Bündnis90/DIE GRÜNEN will auf den meist flachen Dachflächen von Gewerbebauten künftig Begrünungsmaßnahmen und/oder Solarenergie­anlagen realisieren. Dabei verweisen die Grünen auf das aktualisierte Klimaschutzkonzept der Stadt Herford, das als Maßnahme 7.16b die „klimafreundliche Nutzung von Gewerbedächern“ vorsieht.

Als Instrumente dafür kämen bauplanerische Festsetzungen, aber auch privatrechtliche Vereinbarungen in Frage: „Generell werden Gewerbeflächen durch die Wirtschaftsförderung entwickelt und vermarktet, so dass die Stadt hier über Grundstückskaufverträge verbindlich steuern kann“, so die Ratsfraktion in einer Stellungnahme.

Die Grünen wiesen in diesem Zusammenhang auf den hohen Flächenbedarf heutiger Gewerbe- und Industriebetriebe hin. Vor diesem Hintergrund seien wirksame Ausgleichsmaßnahmen zum Schutz von Klima und Biodiversität wie Dach- und Fassadenbegrünung oder solarthermische oder Fotovoltaikanlagen zu realisieren. Zudem müssten auch mehrgeschossige Bauweisen und eine verbesserte landschaftliche Einbindung der Gebiete angestrebt werden.

Auch die Herforder Gewerbe- und Industrieunternehmen könnten damit ihren Beitrag zum Erreichen der Herforder Klimaziele sowie zur regionalen Biodiversität leisten. Ein entsprechender Antrag der grünen Ratsfraktion wird demnächst Gegenstand der Beratungen des Herforder Stadtrates sein.

 

Fotobeispiele:  Recyclingbörse Herford, Bäckerei Lechtermann Vilsendorf

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