GRÜNE weisen auf das Artensterben hin und fordern eine „Umkehr in der Verkehrspolitik

Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) hat Alarm geschlagen. In dem kürzlich veröffentlichten Bericht stellt er fest, dass bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind. Drei Viertel der Naturräume auf den Kontinenten und drei Drittel auf den Meeren seien durch menschlichen Einfluss erheblich verändert worden. Gravierende negative Folgen für die Nahrungsmittelsicherheit und die Lebensqualität in unserer Gesellschaft seien zu erwarten. Auf diese Entwicklung möchte der Stadtverband mit seiner alljährlichen Sonnenblumen-Pflanzaktion am Innenstadtring hinweisen.

Mit dieser Aktion wird nicht nur auf das weltweite Artensterben, sondern auch auf die „Unwirtlichkeit“ insbesondere auf dem in den siebziger Jahren entstandenen Innenstadtring hingewiesen. An dieser größten Bausünde Herfords dominiert der Verkehr die Stadt – und hier halten sich Menschen nur ungern auf. Der Innenstadtring trennt den Innenstadtkern vom nördlichen Innenstadtbereich; er schafft eine Barriere für das städtische Leben, für FußgängerInnen und RadfahrerInnen.

Deshalb fordern die Grünen hier eine „städtebauliche und verkehrspolitische Wende“ – durch „Entschleunigung“ des KFZ-Verkehrs, durch eine sichere Radverkehrsführung, evtl. kombiniert mit einer Busspur, durch verbesserte Übergänge für FußgängerInnen, durch eine städtebauliche Aufwertung der Randbebauung.

Durch die Pflanzaktion entsteht zugleich aber auch ein kleiner Augenschmaus für PassantInnen, Rad- und AutofahrerInnen, der zudem Vögeln und Insekten eine Raststation bietet.

 

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