GRÜNE im Kreistag stellen Anfrage zu Nitratkontrollen bei Hausbrunnen

Die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Kreistag Herford fordert von der Kreisverwaltung eine Berichterstattung auch über die Nitratwerte in Hausbrunnen. Dazu erklärt Ingeborg Balz, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Kreistag: die Hydro-Berichte über die Wasserschutzgebiete sagen nichts aus über die Werte von Hausbrunnen und dort geht es um Trinkwasser und damit die Gesundheit der Menschen.

Die Kreistagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN bitten den Landrat zum Beispiel um die Beantwortung folgender Fragen:

Wie viele Gewerbetreibende und private Haushalte im Kreis Herford im Außenbereich haben eine Trinkwasserversorgung aus eigenen Brunnen?
◊ Wie hoch ist der Anteil der geprüften privaten Trinkwasserbrunnen durch Fremdlabore?
◊ Werden die vorgeschriebenen Prüfungsintervalle von allen Trinkwasserbrunnen­inhabenden zu 100% erfüllt? Falls nein, welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
◊ Welche bakteriologischen und chemischen Parameter werden untersucht?
◊ Wie viele Brunnen haben den Grenzwert für Trinkwasser bei den Nitratparametern in den einzelnen Jahren seit 2010 überschritten?
◊ Wie viele private Brunnen sind mit einem Nitratfilter versehen?

◊ Wie werden die Untersuchungsergebnisse erfasst und mit statistischen Auswertungen dokumentiert?
Führten Beanstandungen zur Aufgabe von privaten Trinkwasserbrunnen? Wenn ja, wie viele?

Die Beantwortung der Fragen ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass der Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser bei 50 Milligramm pro Liter Nitrat liegt und Ausnahmen nur vorübergehend genehmigt werden dürfen. Säuglingsmineralwasser darf bei max. 10 mg/l Nitrat nicht mehr verarbeitet werden.

Wird Gemüse mit Brunnenwasser gegossen, das einen hohen Nitratgehalt enthält, führt dies zur Nitratanreicherung im Gemüse.

Das Gesundheitsamt überprüft die Wasseranalysen, die die Brunneneigentümer regelmäßig vorlegen müssen.

Dabei zeigt sich immer häufiger, dass private Brunnenbesitzer vor ähnlichen Proble­matiken stehen wie die öffentliche Wasserversorgung: hohe Nitratbelastungen, dessen Ursache häufig auf die Überdüngung von landwirtschaftlichen Flächen zurückzuführen ist und somit zu zunehmenden Problemen bei der Trinkwasser­versorgung.

weitere Informationen:

https://www.umweltbundesamt.de/faqs-zu-nitrat-im-grund-trinkwasser#textpart-3

https://www.kreis-herford.de/index.php?NavID=2807.145

Verwandte Artikel