GRÜNE für Gleichbehandlung aller Religionen in Herford

Stadt Herford. Der Stadtverband von Bündnis90/DIE GRÜNEN unterstützt die kürzlich erfolgte Genehmigung eines öffentlichen freitäglichen Gebetsrufes von der DITIB[1]-Moschee in der Bielefelder Straße aus folgenden Erwägungen:

•      Die Gleichbehandlung aller Religionen und Weltanschauungen ist ein grundlegendes Prinzip eines weltanschaulich neutralen Staates, das keinesfalls in Frage gestellt werden darf.

•      In unserer Gesellschaft sollte es weiterhin das Recht geben, das eigene religiöse Bekenntnis auch durch öffentliche Handlungen und Symbole darzustellen. Somit ist das Glockengeläut christlicher Kirchen, aber auch der Gebetsruf islamischer Moscheen im Rahmen der allgemeinen Gesetze zulässig.

•      Die Zulassung religiöser Praktiken in der Öffentlichkeit ist in diesem Falle zugleich auch eine Einladung an Menschen und Gemeinschaften mit Migrationshintergrund, sich als Teil dieser Gesellschaft zu verstehen. Das, was unsere Gesellschaft im Kern ausmacht, das „WIR“, muss deshalb umfassender und vielfältiger verstanden werden.

Unabhängig davon sehen wir die enge Beziehung der DITIB-Gemeinden zum Türkischen Staat bzw. der türkischen Regierung weiterhin sehr kritisch.

 

[1] Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.

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